01 / HerkunftDer afghanische Hintergrund
Sensi Seeds beschreibt Afghan Kush als afghanische Indica-Landrasse und verortet ihren Hintergrund in Afghanistan. Der historische Bericht verbindet die angestammten Pflanzen mit langjährigen lokalen Traditionen.
Eine regionale Darstellung ist etwas anderes als ein Stammbaum mit zwei modernen Elternsorten. Sie erläutert die von der Quelle angegebene Herkunft, identifiziert aber keine einzelne Pflanze. Diese Unterscheidung verhindert, dass eine breite Herkunftsaussage nachträglich als präziser Abstammungsnachweis erscheint.
02 / NamenAfghan Kush, Afghani #1 und Hindu Kush
Sensi Seeds behandelt Afghan Kush, Afghani #1 und Hindu Kush im Überblick als getrennte Einträge. Ähnliche geografische Bezüge machen ihre vollständigen Namen nicht austauschbar.
Bei einer Quellenangabe zählt jeder Teil des Namens, auch eine Nummer oder ein angehängter Kreuzungspartner. Aus einer Beschreibung von Afghani #1 darf nicht unbemerkt eine Beschreibung von Afghan Kush werden. Das gilt besonders für Bilder: Blütenfarbe und Form ersetzen keine nachvollziehbare Identitätsangabe.
03 / AnatomieDie Oberfläche einer Blüte beschreiben
UC Davis unterscheidet die Narben einer Cannabisblüte von den Trichomen auf den Pflanzenoberflächen. Narben sind herausragende Teile des weiblichen Fortpflanzungsorgans. Trichome bilden davon verschiedene Oberflächenstrukturen; einige besitzen Drüsen.
Eine Nahaufnahme kann den Unterschied veranschaulichen, allerdings nur so genau, wie es ihre Auflösung erlaubt. Die längeren sichtbaren Fäden und der feine Oberflächenbesatz sollten nicht pauschal als dasselbe Merkmal bezeichnet werden. Diese botanischen Begriffe helfen sortenübergreifend, ohne dass die Anatomie allein Afghan Kush bestimmen könnte.
04 / BelegeVom regionalen Namen zum konkreten Beleg
Eine aussagekräftige Dokumentation ergänzt den Züchter oder Urheber, die genaue Sortenbezeichnung und die Quelle der Beschreibung. Zusammen trennen diese Angaben einen Herkunftsbericht von einem bestimmten Angebot oder einzelnen Exemplar.
Wenn zwei Quellen unter demselben Namen unterschiedliche Details nennen, sollten diese zugeordnet bleiben. Sie zu einem vermeintlich allgemeingültigen Steckbrief zu mitteln wäre irreführend. Entscheidend ist nicht, welche Zahl vertrauter wirkt, sondern was die jeweilige Quelle tatsächlich gemessen oder beschrieben hat.
Aussehen und Aromasprache auseinanderhalten
Sensi Seeds nennt für Afghan Kush erdige, holzige und würzige Aromaeindrücke. Das sind sensorische Beschreibungen dieser Quelle, keine Eigenschaften, die sich durch ein Foto nachweisen lassen.
Ein nachvollziehbares Porträt weist jeder Angabe ihre Rolle zu: regionale Berichte für die Herkunft, dokumentierte Aufnahmen für das Aussehen und zugeordnete Beschreibungen für das Aroma. Keine dieser Informationen bestimmt allein die Zusammensetzung eines einzelnen Exemplars.