Die Sortenbibliothek

Durban
Poison.

Ein südafrikanischer Name mit internationaler Geschichte. Erfahre, wie sich regionale Wurzeln von der dokumentierten Abstammung einer bestimmten Zuchtlinie unterscheiden.

KI-Illustration eines hohen, schlanken blühenden Cannabiszweigs mit schmalen grünen Blättern, voneinander abgesetzten Blütenständen und feinen goldorangefarbenen Narben vor dunkelgrünem Hintergrund.
Durban Poison · botanische IllustrationKI-generierte botanische Illustration. Kein verifiziertes Foto dieser Sorte.
HintergrundSüdafrika
Quelle des PorträtsDutch Passion
Aufgeführte AbstammungDurban × unbekannte Indica

Hinter dem Namen

Ein Ort im Namen.
Eine Geschichte im Detail.

01 / Wurzeln

Die Verbindung nach Südafrika

Dutch Passion führt das ursprüngliche Samenmaterial von Durban Poison in seinem Überblick über Sativa-Varietäten auf Südafrika zurück. Auch der gesonderte Beitrag zu Landrassen ordnet afrikanisches Material in den Hintergrund der eigenen Sammlung ein.

Eine regionale Herkunft erzählt einen Teil der Geschichte. Die spätere Entwicklung einer benannten Selektion erzählt einen anderen. Beide Ebenen zu berücksichtigen ist genauer, als einen Ortsnamen für einen vollständigen Stammbaum zu halten.

02 / Quelleneintrag

Was der Züchter tatsächlich aufführt

Im Sorteneintrag von Dutch Passion steht Durban × Unknown Indica, also Durban gekreuzt mit einer unbekannten Indica. Diese Angabe gehört neben den allgemeineren Bericht über die südafrikanische Herkunft.

Das Wort unbekannt bleibt ausdrücklich erhalten. Einen vertrauten Elternnamen einzusetzen würde den Stammbaum zwar vollständiger erscheinen lassen, aber die Unsicherheit entfernen, die bereits in der Quelle steht.

03 / Einordnung

Regionale Herkunft und konkrete Selektion

Ein Bericht über eine Landrasse behandelt regionale genetische Geschichte. Ein Züchtereintrag beschreibt eine bestimmte Linie. Die beiden Darstellungen liegen auf unterschiedlichen Ebenen und sollten nicht unbemerkt füreinander eingesetzt werden.

Für dieses Porträt bedeutet das: Die südafrikanische Verbindung liefert den Hintergrund, während der verlinkte Eintrag die von Dutch Passion beschriebene Linie benennt. Daraus ergibt sich kein Abstammungsnachweis für alle gleichnamigen Einträge anderer Quellen.

04 / Namen

Sortenname und Kategorie trennen

Dutch Passion führt im Eintrag zu Durban Poison reguläre und feminisierte Samen auf. Diese Labels unterscheiden Kategorien innerhalb des Eintrags; sie bezeichnen keine zwei neuen geografischen Ursprünge.

Beim Lesen einer Quelle gehören Sortenname, Urheber und Kategorie zusammen. Das ist besonders hilfreich, wenn eine kurze Bildunterschrift lediglich den vertrauten Sortennamen zeigt.

Zwei regionale Geschichten vergleichen

Durban Poison und Afghan Kush zeigen auf unterschiedliche Weise, wie geografische Bezeichnungen in Sortengeschichten verwendet werden. Das Afghan-Kush-Porträt unterscheidet ebenfalls zwischen regionalem Hintergrund und benannter Varietät.

Die Quellenberichte lassen sich nebeneinander lesen: Welche Herkunft wird beschrieben, und auf welche Linie bezieht sie sich? Dass beide Namen geografische Bezüge enthalten, sagt noch nichts über eine gemeinsame Abstammung aus.

Zum Hintergrund von Afghan Kush

Fragen zu Durban Poison

Den Namen kennen.
Die Geschichte verstehen.

Wo beginnt die Herkunftsgeschichte?

Der zitierte Züchterbericht führt das ursprüngliche Material auf Südafrika zurück.

Warum nennt dieses Porträt einen unbekannten Elternteil?

So ist die Abstammung im verlinkten Eintrag von Dutch Passion angegeben. Wir behalten diese Unsicherheit bei, statt einen Namen zu vermuten.

Ergibt regionale Herkunft einen vollständigen Stammbaum?

Nein. Ein Herkunftsort und die Eltern einer bestimmten Linie sind unterschiedliche Arten von Information.

Gelten die Angaben für jede Durban Poison?

Dieses Porträt ordnet den konkreten Abstammungseintrag Dutch Passion zu. Gleichnamiges Material aus einer anderen Quelle benötigt eine eigene Dokumentation.

Zeigt die Illustration eine nachgewiesene Durban Poison?

Nein. Das KI-generierte Bild dient der botanischen Veranschaulichung und belegt keine Sortenidentität. Ein dokumentarisches Referenzfoto müsste ein zugeordnetes Exemplar, eine nachvollziehbare Quelle und die erforderlichen Nutzungsrechte haben.

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Die Wissensbibliothek

Namen, Merkmale und Identität.

Unser Ratgeber zu Genetik und Sorten erklärt, wie sich Namen, angegebene Abstammung und Herkunftsbelege einordnen lassen.